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Freitag, 1. April 2011

Omas Küche

Philosophische, ökonomische und politische Betrachtungen zum Thema Essen und Kochen.

Omas Küche, wer denkt da nicht an bombastische Schweinebraten und tolle Kuchen? Wie wäre es mit sündhaften Torten und den leckeren Weihnachtsplätzchen? Die traditionelle Hausmannskost, Großmutters Geheimnisse und Landfrauenküche erleben eine ungeahnte Renaissance.
Mit Omas Alltagsküche hat das allerdings recht wenig zu tun.
Die Küche meiner Oma war in den 50er Jahren geprägt von materieller Knappheit. Den Braten gab es sicher, die Kuchen ebenso, aber es war der Sonntagbraten und der Geburtstagskuchen. 
Ein Gang durch den Supermarkt heute zeigt: Unsere Subventions- und Agrarpolitik haben die Lebensmittel billig gemacht, die für Oma Luxus waren.
1l Öl für 99 Cent? Schokolade für 49 oder das ganze Hähnchen für weniger als 3 Euro? Von solchen Preisverhältnissen konnte Oma nur träumen. Fett, Fleisch, Zucker waren teuer. Was hingegen reichlich da war waren saisonales Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, Kartoffeln, Reis und irgendwann auch Nudeln. Heute ist das Gemüse zum Luxus geworden, der Kilopreis für Frischware liegt oft über dem für Fleisch.
Dementsprechend ernähren wir uns, dementsprechend ist es um unsere Gesundheit bestellt.

Wir subventionieren mit viel Geld eine Agrarwirtschaft, die uns schlechtes Essen liefert und Tiere quält. Wir zahlen Millionen dafür, dass die armen Viecher durch halb Europa zum Schlachten gekarrt werden. Unsere hochsubventionierten Lebensmittel ruinieren die Lebensgrundlagen afrikanischer Bauern. Von der Umweltbelastung durch argentinische Erdbeeren im Dezember ganz zu schweigen.
Also lautet mein guter Vorsatz: Back to the roots.
Mehr frisches, saisonales, regionales Obst und Gemüse, weniger Fleisch, dafür besseres von Tieren die artgerecht gehalten werden.
Ich will nicht zum kulinarischen Miesepeter mutieren. Ich habe nicht vor auf viele Annehmlichkeiten des modernen Lebens zu verzichten, Konservendosen, Tiefkühlgemüse und Südfrüchte kommen weiter in Maßen auf den Tisch.
Ich will auch nicht Moralapostel spielen. Mir ist sehr wohl bewusst, dass viele Leute auf Billiglebensmittel angewiesen sind und auf die Tafeln damit wenigstens ein bischen frisches Zeug ins Haus kommt.
Ich will für mich anfangen und vielleicht ein paar Denkanstöße geben.

Sonntag, 6. März 2011

Großmutter-Slapstick

Das schöne Wetter gestern haben wir genutzt um die Kinder im Garten meiner Eltern ein wenig zu lüften. Die Nachbarin hat das Wetter genutzt um Wäsche draußen zu trocknen. Es handelt sich hierbei um eine sehr rüstige alte Dame von 84, die allerdings schon immer eine sehr, wollen wir es positiv formulieren, weit tragende Stimme hatte.
Besagte Nachbarin kam also raus um ihre Wäsche abzumachen, sah uns und hielt ein Scwätzchen mit uns. Da meine Oma allerdings gerade in die andere Richtung schaute, blieb ihr das ohne Hörgeräte verborgen. Als sie sich schließlich irgendwann umdrehte und die Nachbarin bemerkte, war diese nun mit ihrer Wäsche beschäftigt. Oma grüßt in Normallautstärke: "Ach, hallo Else!"
Als darauf hin keine Reaktion kam schüttelte sie den Kopf und meinte indigniert: "Die hört auch nix mehr!"

Dienstag, 22. Juni 2010

WM-Kolateralschaden

Diese WM wird uns noch länger zu schaffen machen, als wir denken und unsere Welt auf immer verändern.
Gerade zeigte ich Menina das folgende Stickmuster von Urbanthreads.com
Frage: Gefällt dir die Elfe?
Antwort: Ja, die hat ne Vuvuzela!

Sonntag, 6. Juni 2010

Telefonbücher und Handys

Kennt ihr viele Leute die kein Telefonbuch haben? Also ich nicht. Selbst die meisten Leute mit Internet haben ein Telefonbuch, weil's doch meist schneller geht. Und wie viele kennt ihr (unter 60) die kein Handy haben? Ist doch wahnsinnig praktisch, dieses Ding.
Nur stelle ich mittlerweile einen Trend fest, der lautet: Kommunikationseinbahnstraße. Das sind die Leute, die zwar ein Telefonbuch besitzen, aber nicht drinstehen. Und die auch ein Handy haben, es aber grundsätzlich nur dann einschalten/benutzen, wenn SIE jemanden anrufen wollen. Und wehe dann bist du nicht in 5 Sekunden an der Strippe...
Oh, und die sich außerdem beklagen, man würde sich doch gar nicht mehr melden. Was eh nur noch postalisch möglich ist, die Telefonnummer haben sie ja mit dem Anbieter gewechselt.
Kein Schwein ruft mich aaaaaaan....
Ich wollte gerade, ohne die werdenden (?) Eltern zu nerven in Erfahrung bringen, ob der Nachwuchs schon geschlüpft sei. Bei 3 Leuten war die Telefonnummer nicht mehr vergeben. Wann immer wir uns zufällig treffen wird beklagt, dass man ja so wenig voneinander hört.
Bin ich einfach nur unbeliebt oder kennt ihr das auch?

Freitag, 14. Mai 2010

Ganz genau!

Oder wie man Kinder verwirrt.
Schatz und Papa haben heute im Garten Pfoste einbetoniert. Menina schaute zu, wie der Opa in einer alten Blechwanne den schon etwas angebackenen und klumpigen Zement mit dem Vorschlaghammer wieder zu Pulver klopft.
"Was macht denn der Opa da?"
Ich erkläre: Der Zement ist klumpig und Opa macht den wieder zu Pulver, wie beim Mehl, das muss man ja auch sieben, damit keine Klumpen im Kuchen sind.
Aha, Ok, Mehl, Kuchen, macht Sinn.
Dann legten die Männer los. Also nein, so fein wie Mehl muss es nicht sein, das wäre zu viel Arbeit. Reiskorngröße wäre völlig OK, ja, eher wie Reis! Schließlich wollen sie ja alles ganz genau erklären!
Während dieser Erklärungen wurde Meninas Gesicht immer verwirrter. Reis? Wieso macht man den klein? Und zu Pulver! Nein, also so macht Mama das nicht wenn sie Reis kocht. Was zum Höllengeier machen die da?
Merke: Es gibt keinen Vergleich der SO gut ist, dass die Herren der Schöpfung ihn nicht durch Genauigkeit ruinieren könnten *gg*
Beim Untermischen von Sand und dem Anrühren mit Wasser war mein Kuchenvergleich dann plötzlich gut genug...

Freitag, 7. Mai 2010

Erpressung

Aber der netten Art, hoffe ich.
Eine Freundin von mir hat sich kürzlich Hühner gekauft, die definitiv mehr Eier legen, als sie und ihr Mann essen können.
Naja, da ruft man sich doch gerne in Erinnerung ;o)

Samstag, 24. April 2010

Deja Vu

Das Gefühl kennt ihr sicher auch. Das Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, dass eure geistige Gesundheit in Gefahr ist oder ihr dringend Mulder und Scully rufen solltet...

So geschehen gestern.
In meinem Flur steht ein Schuhschrank, dessen Oberfläche zum "vermüllen" neigt. Naja, nicht wirklich Müll, sondern Dinge, die man gerade mal nen Moment abstellt und dann tage- bis wochenlang ignoriert. Dort standen dann auch die neuen Vorräte an Spülmaschinentabs und ein Paket Entkalkertabs. Gestern hab ich es dann mal geschafft alles in den Vorratsschrank zu räumen.
Nachmittags bin ich zu meinen Eltern, wo wir auch geblieben sind bis gestern Abend.
Was soll ich sagen, ich schließe die Tür auf, ich mache einen Schritt in die Wohnung, da stehen sie wieder, genau an der Stelle, von der ich sie morgens weggeräumt hatte.
Ungläubig tappe ich zum Vorratsschrank. Ja, Spülmaschinentabs und sonstiger Kram sind drin. Die Entkalkertabs nicht. Kopfschütteln. Zurück in den Flur.
Schatz fragt: Ist was?
Ja, ich bin mir ganz sicher die da weggeräumt zu haben!
Achso, ja, die haben mich gestört als ich die Milch weggeräumt hab, da wollte ich sie grad im Bad in die Box packen und muss sie irgendwie vergessen haben...
Ja, ja, wie sagt er immer "Ich bin ein ordentlicher Mensch"
Ehrlich, ich hab noch nie jemanden getroffen, der sein wahres Ich so gut verbergen konnte ;o)

Mittwoch, 10. März 2010

Es ostert

Auch wenn das Wetter da draußen die Tatsache völlig ignoriert, Ostern und damit auch der Frühling stehen vor der Tür.
Und da liefen mir doch diese Motive für Ostereierhalter über den Weg und, naja, mein Hang für's dezent Kitschige kam durch.
Ich find sie sooooooo niedlich.
Und natürlich braucht man sowas uuuuuunbedingt ganz dringend.
Aber sie machen einfach Freude und die bunten Farben und fröhlichen Motive haben mich ein wenig vergessen lassen, dass vor der Tür Schnee liegt.
Achso, wolltet ihr sie eigentlich sehen?
Hier sind die Bilder:

Sonntag, 7. März 2010

Der Lohn des Fleißes

Der Lohn des Fleißes ist, genau, noch mehr Arbeit. Mein Große hat sich gerade angewöhnt die Nacht spätestens um halb sieben zu beenden. Gähn. Halb neun war mir lieber. Schatz wollte mich trösten: Sieh's doch mal so, es ist halb neun und du hast schon die Küche aufgeräumt, die Spülmaschine aus- und eingeräumt, die Waschmaschine läuft auch schon, da hat man doch noch richtig was vom Morgen!
Ja, genau, Arbeit. Demzufolge hab ich es sogar ncoh geschafft die Kalkränder um den Wasserhahn auf der Toilette zu entfernen. Und gleich darf ich wieder kochen. Und aufräumen. Freu.

Freitag, 26. Februar 2010

Klitzekleiner Kettenpost

Nachdem [url=http://reichderschwarzenrueschen.blogspot.com/2010/02/sinnlospost-p.html]Snowlady[/url] mich so nett mit ihrem Award bedacht hat will ich das Ganze doch auch weitergeben.
 
Die Regeln:
"Copy the award image into a post; List 10 things that make you happy; Tag 10 bloggers who brighten your day; Put in a link to their blog; Notify the award receivers; Recipients should link back to the sender's blog."

Was macht mich glücklich (Reihenfolge ohne Wertung)
-Schatz
-meine beiden Mäuse (meistens, oder aber sie treiben mich in den Wahnsinn)
- Kaffee
- Schokolade
- die Sonne
- schöne Dinge selber machen
- kochen und hinterher die Küche aufgeräumt bekommen
- Urlaub
- Rotwein
- Whisk(e)y

Weitermachen dürfen, wenn sie wollen (da für gewöhnlich jeder Kettenbrief bei mir endet bin ich niemandem böse der es nicht tut):

-Caythlin
-Bloody
-Aricia
-Ereneda
-Nannerl
-Devils Tailor
-Filiaumbrae

Ich wünsche euch ein schönes Wochenede und jemanden, der euch Kuchen backt
Giliell

Montag, 22. Februar 2010

Aufgeschnappt

Man sollte ja eigentlich meinen, dass Menschen die ihr Geld hierzulande mit Radio verdienen der deutschen Sprache nicht nur rudimentär, sondern in ihren Feinheiten mächtig wären. Dass dem nicht so ist konnte ich gerade bei den Lokalnachrichten erleben.
Die Meldung war, grob zusammengefasst, dass nun schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ein Pizzabote am Zielort der Bestellung ausgeraubt wurde. Dass dies die Lokalnachrichten dominiert sagt vermutlich mehr über das Saarland aus als alles andere.
Nun aber zum O-Ton des Nachrichtensprechers:
"Nachdem sie Geld und Handy erbeutet hatten flüchteten sie zusammen mit den Pizzen."
A-ha.
Bleibt nur die Frage: Wer waren die Haupttäter und wer die Kompizzen?

Samstag, 13. Februar 2010

Die Sache mit den Strumpfhosen

Kleider kaufen ist für Frauen nicht immer ganz einfach. Mal ist der aktuelle Stil gerade Mist oder nicht für die eigene Figur geeignet, mal lassen einen die Modefarben wahlweise aussehen wie Miss Piggy oder die Corpse Bride und selbst wenn beides stimmt wissen wir, dass "40" eine Bandbreite zwischen 34 und 46 umfasst.
Bei Kinderkleidern sollte es einfacher sein: Körperlänge=Größe +/- kindspezifische Besonderheiten.
Also kaufte ich vor Weihnachten bei Aldi Strumpfhosen in Größe 86/92 für Menina. Die gingen beim waschen jedoch so ein, dass ich noch schnell 2 Stück in 98/104 gekauft habe, die dann halbwegs passten.
Nun gab es wieder Strumpfhosen bei Aldi und da ich ja ein kluges Mädchen bin habe ich gleich 98/104 gekauft.
Ratet!
Ja, genau, sie verließen die Waschmaschine in genau der Länge in der sie reingingen, vielleicht sogar noch ein Stück länger.
Schatz versuchte mich mit den Worten zu trösten:
Nimm doch die, die zu klein sind für Madita, die die zu groß sind für dich und kauf Menina einfach wo anders welche.
Und hier zum selber sehen von links nach rechts:
98/104 aktuell, 98/104 vor Weihnachten, 86/92 vor Weihnachten.
Noch Fragen?

Sonntag, 7. Februar 2010

Funkelbunte Perlenträume

Kurz vor knapp und überhaupt möchte ich in diesem Post noch ganz schnell Filiaumbrae zum 1000 Besucher in ihrem Perlenstübchen gratulieren. Mit großen Mädchenaugen betrachte ich immer ihre Schätze aus 1001 Nacht. Einfach wunderschön. Wer's nicht schon getan hat sollte dringend mal reinsehen.

Sonntag, 31. Januar 2010

Winterwunderland

Der Schnee ist dieses Mal so lange geblieben, dass selbst ich es geschafft habe mit der Kamera rauszugehen. Bäume und Hecken liegen zu wie lange nicht mehr, und wo die Großen stöhnen haben die Kleinen um so mehr Freude.





Dienstag, 12. Januar 2010

Philosophische Betrachtungen über die Wäsche

Da ist es, dieses nette, beruhigende Geräusch einer arbeitenden Waschmaschine. Das Geräusch, das dir sagt "du kannst gerade quasi nix für die Wäsche tun, trink doch einen Kaffee".
Wäre da nicht der Haken, dass ich so viel Kaffee gar nicht trinken kann, nein, nicht einmal ich.
Da stellt sich die Frage: Woher kommt die ganze Wäsche?
Ich habe mal kurz überlegt, wie das früher war, als ich noch jung, wild und WG-bewohnend war. Da brachte ich es pro Woche auf etwa eine Maschine Wäsche und war echt froh, dass meine Freundin, mit der ich zusammen wohnte und ich die Ladungen immer zusammen geschmissen haben, weil es sonst Jahrhunderte gedauert hätte bis eine ganze Maschine dunkle 30° Wäsche voll gewesen wäre und ich außerdem in Zugzwang gekommen wäre, was ich anziehen soll.
Dann hab ich mir eine Familie zugelegt. Eine ganz wunderbare Familie. Und eine eigene Wohnung mit einer Waschmaschine ganz für mich alleine.
Wenn man nun weiter von 1 Maschine pro Person und Woche ausgeht, sollte das 4 Maschinen pro Woche ausmachen. Sicher, die Kleinen brauchen sehr viel mehr Kleidungsstücke als ich, aber dafür haben diese ja auch nur ein Bruchteil der Größe meiner Zweimannzelte, das sollte es also eigentlich nicht sein. Erstaunlicherweise und zu meinem ewigen Erstaunen geht die Rechnung nicht auf. Wenn es jetzt im Winter "nur" 6 Maschinen sind bin ich ja schon happy. Wo die ganze Wäsche herkommt ist mir nach wie vor ein Rätsel, klar ist nur, sie vermehrt sich schneller als die Inflation nach dem 1. Weltkrieg.
Für sachdienliche Hinweise zur Lösung des Rätsels wäre ich sowie jedeR (ja, es gibt auch Männer die Wäsche waschen)andere Wäscheverantwortliche dankbar ;o)